…bei den Oklahoma City Thunder
Nach 3 Tagen Mini Camp und 5 Tagen NBA Summerleague in Orlando kann ich ein absolut positives Fazit über meine Zeit mit den OKC Thunder ziehen. Höher, schneller, weiter ist ja sowieso das Motto der NBA und trifft wahrscheinlich auch auf alle anderen Mannschaften zu. Die Thunder sind da auf jeden Fall ganz weit vorne, was ja auch der Finaleinzug in der letzten Saison deutlich untermauert. Allein das Trainingscenter sorgte bei mir schon für Schnappatmung. Ein bis ins Detail ausgeklügelter Megakomplex, der für Trainer und Spieler keine Wünsche offen läßt. Neben einer hervorragenden Trainingsfläche mit 10 Korbanlagen bietet die Halle einen Kraftraum in der Größe des VIP Raums der Stechert Arena, einen Reha-Bereich mit mehreren Whirlpoos, Saunen und Dampfbädern, eine Kantine in der zwei Köche jeden Tag drei Mahlzeiten auf die Teller der Spieler zaubern, einen riesigen Besprechungsraum für Team-Meetings, der eher einem “gepimpten” Kinosaal gleicht und eine unglaubliche Anzahl von Flat Screen Tvs, die scheinbar jede freie Fläche im Gebäude verzieren.
Was sich im Trainingscenter andeutet, findet auch im täglichen Trainig seine Fortsetzung, nur das die Fernseher dort gegen Trainer ausgetauscht werden. 10 – 12 Trainer sind bei jeder Einheit anwesend und machen die Seitenlinie fast zu einer Fanmeile. Als man mich im März einlud, wollte ich natürlich nicht unvorbereitet in die USA reisen und fragte ob ich irgendetwas mitbringen sollte. “Energy and passion” war die Antwort. Genau das war es, was mir hier entgegenschlug. Alle Coaches waren mit einer unglaublichen Intensität und Begeisterung bei der Arbeit, was sich auch auf die Spieler übertrug. Natürlich wollten diese sich auch von ihrer besten Seite präsentieren und so hatte jedes Training eine wahnsinnige Energie.
Dann die Summerleague in Orlando. Wir sind mit 13 Spielern und einem 19-köpfigen Staff angereist. Die vier Spieler in unserem Kader, die schon bei den Thunder unter Vertrag standen flogen natürlich Buisness Class
In Orlando angekommen gab es sofort ein Staff Meeting, bei dem General Manager Sam Presti den Weg für das Turnier vorgab. Es sollte nicht darum gehen die meisten Spiele zu gewinnen, sondern Rookie Perry Jones III und den Guard Reggie Jackson möglichst viel Wettkampfpraxis zu geben. Wenn man in Betracht zieht, dass wir nur die Spiele gewinnen konnten, in denen wir verletzungsbedingt auf Jones verzichten mußten, gibt mir das zu denken;-) Insgesamt haben wir 3 von 5 Spielen gewonnen und Reggie Jacksons Dunk im letzten Spiel gegen Utha hat es auf den ersten Platz in den Top Ten auf NBA.com geschafft. Ich würde sagen: Auftrag erfüllt!

